Skyline von London bei Sonnenuntergang

Riskomat-Plattform

Riskomat ist unsere prototypische Decision Intelligence for Critical Operations, die den Hagenberg Risk Management Process implementiert, zu dem wir sukzessive forschen und publizieren. Diese Plattform steht im Zentrum von Fallstudien und Erweiterungen, die eingehende Ereignisse und ausgehende Entscheidungen automatisieren.

  • Triage von Risiken durch multidimensionale Polar Heatmaps
  • Modellierung von Ursachen, Barrieren und Folgen
  • Operationalisierung als Echtzeit-Monitoringmodell
  • Echtzeit‑Monitoring und automatisierte Entscheidungsfindung

Der gesamte Workflow ist auf regulatorische Anforderungen ausgelegt und für schnelle Iterationen optimiert.

Risiko‑Triage mit Polar‑Heatmaps

Risiken werden anhand von Wahrscheinlichkeit, Auswirkung und zusätzlichen Kontextdimensionen (z. B. Redundanz, Betriebsmodus, Umgebungsbedingungen) verwaltet und visualisiert. Durch die Polar‑Heatmap wird jede Kontextkombination zu einer eigenen Risikoklasse, wodurch klassische Ranking‑Fehler von 2D‑Matrizen vermieden werden.
Die Heatmap soll sofortige, nachvollziehbare Priorisierungen ermöglichen und die Dokumentation regulatorisch geforderter Schwellenwerte (NIS2/DORA) unterstützen.

Polar Heatmap Triage

Kausale Risikomodellierung

Risiken, die sich nach einer Triage als kritisch herausstellen, müssen weiter ausmodelliert werden. Im Risk Scenario Studio des Riskomat-Prototyps lassen sich zunächst Ursachen, die zum Eintritt des Risikos führen sowie Auswirkungen bei Eintritt des kritischen Ereignisses unter weiterem Einfluss von Kontextfaktoren modellieren. Erst dann lassen sich strukturiert Ursachen, Konsequenzen und Folgenpfade klar benennen, geeignete Interventionspunkte (präventiv, detektiv, mitigativ, korrektiv) definieren und im Modell explizit darstellen. Sollte sich herausstellen, dass eine Intervention nicht oder nur unzureichend möglich ist, müssen die Risiken ggf. in Echtzeit überwacht werden, um eine zeitnahe Reaktion zu ermöglichen.

Bowtie-Modell

Transformation zum Echtzeit-Monitoring

Mit Hilfe des Realtime Risk Studios lässt sich im Riskomat-Prototypen aus der zuvor durchgeführten kausalen Risikoanalyse ein Modell für das Echtzeit-Risikomonitoring generieren und anschließend weiter ausmodellieren. Hierbei werden die zuvor definierten Interventionspunkte zu Knoten, an welchen im Monitoring Gegenmaßnahmen aktiviert werden können. Neben der Möglichkeit das Modell durch die Integration von zusätzlichen notwendigen Ereignissen zu erweitern, werden nun auch bedingte Eintrittswahrscheinlichkeiten zu den Knoten des Models hinzugefügt. Der Prototyp umfasst hierfür ein integriertes Framework für empirische Befragungen und deren Auswertungen. Darüber hinaus kann bei diesem Schritt und auch bei der Modellmodellierung selbst jeweils ein AI Assistent eingebunden werden.

DAG-Modell

Kontinuierliches Monitoring und Entscheidungsunterstützung

Für Risiken und deren Konsequenzen, die nicht ausreichend gemindert werden können, müssen möglichst in Echtzeit alle relevanten Ereigniszustände überwacht werden. Nur dadurch wird eine zeitnahe Reaktion ermöglicht. Der Risk & Mitigation Decision Hub im Riskomat-Prototypen ermöglicht das Überwachen des aktuellen Systemzustandes und basierend auf Eskalationsregeln das Auslösen von Maßnahmen. Er ermittelt und schlägt permanent für den aktuellen Systemzustand die optimale Handlungsempfehlung und deren Auswirkungen auf das System, basierend auf einer kausalen do-Analyse, aus allen bestehenden Optionen als Entwurf vor. Darüber hinaus lassen sich auch evtl. kommende Zustandsveränderungen des Systems, basierend auf dem aktuellen realen Zustand, simulieren und dazu wieder hypothetisch die optimale Reaktion ermitteln. Alle Schritte und Zustandsänderungen werden in einer Historie protokolliert, was eine ideale Grundlage für ein späteres Aufarbeiten von Eskalationsabläufen erlaubt sowie Audits und regulatorische Berichte unterstützt.

Monitoring und Entscheidungsunterstützung